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DIE RHEINPFALZ-NR. 32, 8. FEBRUAR 2011

Anke Förster auch ohne Frauenquote an der Spitze

LUDWIGSWINKEL: Langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der Daniel-Theysohn-Stiftung die Ehrenplakette des Landkreises verliehen

 BRLSüdwestpfalz in Silber nahm die langjährige Aufsichtsratsvorsitzende der Daniel-Theysohn-Stiftung, Anke Förster, am Freitag aus den Händen von Landrat Hans Jörg Duppre entgegen.

Die Ehrung wurde ihr „in Anerkennung der Jahrzehnte langen Verdienste bei der Führung der Stiftung zum Wohle junger Menschen und der Gemeinden im Kreis" verliehen.

Die 1933 in Glückstadt/Schleswig-Holstein geborene Steuerberaterin und vereidigte Buchprüferin, die sich 1964 mit einer Steuerberatungspraxis im Harz selbstständig gemacht hatte, kam über ihren Mann mit den Familien Albert und Daniel Theysohn in Kontakt: Peter-Klaus Förster war 1957 von seiner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zwecks Prüfung der Tehalit-Firmenbücher nach Heltersberg beordert worden und avancierte dort bald zum Freund und Berater der Theysohns. Seine Frau Anke war bei Gesprächen mit Daniel und Ruth Theysohn oft mit von der Partie; so auch, als 1970 die Stiftung ins Leben gerufen wurde. Zehn Jahre lang war Daniel Theysohn selbst Aufsichtsratsvorsitzender. Nach seinem Tod 1980 bat Ruth Theysohn Anke Förster, diese Position zu übernehmen, und ernannte sie auf Lebenszeit zur Vorsitzenden.

Anke Förster habe entscheidend an den Verkaufsverhandlungen der Firma Tehalit mitgewirkt und sich „stets intensiv und mit vollem Engagement für die Belange der Stiftung eingesetzt", sagte Duppre. Ursprünglich habe sie mit Vollendung des 75. Lebensjahrs die Stiftungsleitung abgeben wollen, „blieb dann aber in Funktion, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden war". Zu Beginn dieses Jahres übernahm nun Gerhard Andreas den Aufsichtsratsvorsitz. Der Stiftung bleibt Förster als Ehrenvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende erhalten.

Anke Förster sei „ein lebendes Beispiel dafür, dass man keine Frauenquote braucht, weil auch Frauen an die Spitze kommen, wenn sie es nur wollen und können", griff Duppre in seiner Laudatio eine aktuelle Debatte auf. Förster habe durch Kompetenz zu überzeugen gewusst und sich „für die Sache und die Menschen dieser Region mit ihrer ganzen Persönlichkeit eingesetzt".

„Das ist gar nicht unbedingt mein Verdienst", gab sich die Geehrte bescheiden. In ihrer Funktion habe sie viel Unterstützung vor allem des Stiftungsvorstandes und der Geschäftsführung erfahren. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit habe die Bindung an die Menschen der Region geschaffen. Hier lebten ihre Freunde, und sie sei froh, auch mit der Stiftung in Kontakt zu bleiben.

Andreas bescheinigte ihr „eine Energie, die viele, die 20 Jahre jünger sind, nicht aufbringen". Die Würdigung ihrer Verdienste mit der Ehrenplakette ehre auch den Landrat als Initiator der Auszeichnung, (brl)

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