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"Die Rheinpfalz" vom 16.05.2013

Geheime Naturschätze heben

Ludwigswinkel: Daniel-Theysohn-Stiftung ruft zur Suche nach unentdeckten Juwelen der Region auf

Dem Naturraum der Südwestpfalz mitsamt dem Stadtgebiet von Pirmasens gilt das Interesse der Daniel-Theysohn-Stiftung bei ihrem diesjährigen Wettbewerb. Der läuft unter dem Titel „Naturschätze entdecken und bewahren“ und soll zum Erhalt der hiesigen Naturlandschaft beitragen.Im vergangenen Jahr hatte die Daniel-Theysohn-Stiftung einen Ideenwettbewerb für Schulen ausgeschrieben, dieses Jahr nun darf jeder mitmachen: Kinder und Erwachsene, Einzelpersonen und Gruppen – die Teilnehmer müssen nicht einmal aus der Region kommen. Allein die Naturschätze müssen echte Südwestpfälzer sein, denn die Stiftung will den regionalen Naturraum aufwerten. Gesucht werden bisher verborgen gebliebene Schätze aus den Kategorien Felsformationen, Gewässer sowie Pflanzen und Tiere. „Das kann eine skurrile Sandsteinformation sein, aber auch ein winziges Rinnsal, das aus einem Felsen entspringt, oder eine seltene Tierart an einem Ort, an dem man sie nicht erwarten würde“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gerhard Andreas.

Wichtig sei in erster Linie, dass es sich um Naturerscheinungen handelt, die bisher noch nicht unter Schutz stehen und auch nicht in einem der einschlägigen öffentlichen Verzeichnisse zu finden sind. „Mit diesem Wettbewerb wollen wir den Blick auf die Besonderheiten richten, die bisher nicht im Mittelpunkt stehen. Sie sollen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden“, so Andreas.

Eine weitere Bedingung des Wettbewerbs ist, dass die Teilnehmer ihren Schatz nicht nur vorstellen, sondern auch Ideen liefern, wie er für die Zukunft bewahrt werden kann. „Es gibt ein Bewerbungsformular, in dem die Art und der Ort des Naturschatzes genau bezeichnet werden müssen“, sagt Andreas. „Außerdem sollen die Bewerber darin ihre Ideen zur Bekanntmachung und zum Schutz des Schatzes präsentieren.“

Die Unterlagen können direkt bei der Stiftung angefordert oder aus dem Internet heruntergeladen werden. „Bis Ende 2013 sammeln wir Vorschläge, 2014 sollen dann im Frühling die Preise vergeben werden“, kündigt Andreas an. Für die besten Ideen vergibt die Stiftung Geldpreise in Höhe von insgesamt 15.000 Euro. 5000 davon gehen an den Gewinner, 3000 an den Zweitplatzierten und 1000 an den Dritten.

Wer diese Prämien erhält, darüber wird eine fachkundige Jury entscheiden, deren Zusammensetzung noch nicht feststeht. Die Untere Landespflegebehörde und die Forsten seien jedoch bereits an Bord, versichert Andreas. Die Naturschätze, die als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorgehen, würden im Übrigen nicht automatisch gefördert. Träger entsprechender Projekte könnten aber Anträge bei der Stiftung stellen. (yns)

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