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"PirmasenserZeitung" vom 07.02.2014

59 Naturschätze sollen bewahrt werden

Theysohn-Stiftung: Fachjury wählt beste Projekte aus

Südwestpfalz. 59 Projekte wurden von 38 Teilnehmern für den unter der Schirmherrschaft von Heiner Geißler stehenden Wettbewerb „Naturschätze entdecken und bewahren“, den die Daniel-Theysohn-Stiftung im vergangenen Jahr ausgelobt hat, eingereicht.Stiftungsvorstand Gerhard Andreas informierte, dass der Biologe Uli Diehl, Geschäftsführer des Biosphärenhauses, zunächst die Einsendungen aussortieren werde, die den vorgegebenen Kriterien nicht entsprechen. Mitgeliefert werden musste neben der genauen Position auch eine Konzeptidee für den Erhalt und die öffentliche Darstellung des verborgenen Schatzes. Jedes Mitglied der aus Fachleuten bestehenden Jury wählt zunächst seine 15 Favoriten aus. Aus den Rückmeldungen werden dann 20 bis 25 Projekte benannt, aus denen die Jury in einer gemeinsamen Sitzung die Sieger küren wird. Gemeldet wurden in der Rubrik „Geologische Formationen“ zehn Projekte, darunter ein „Unbekannter Tischfelsen bei Merzalben“, „Drusen und Knollen im Sandstein bei Leimen“ und ein „Ehemaliger Steinbruch bei Geiselberg“.

Alleine 30 Naturschätze wurden aus der Pflanzen- und Tierwelt gemeldet. Dabei sind unter anderem „Biodiversität an Straßenböschungen“, „Ersatzlebensraum für Siebenschläfer“ und „Pflege vergessener Streuobstwiesen in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland“. In der Rubrik „Gewässer“ wurden zwölf Projekte benannt, darunter „Der Mühlgraben bei Ludwigswinkel“, „Schichtquellen im Wasgau bei Rumbach“ und ein „Wildbach mit Wasserfall bei Münchweiler“. Sechs Projekte fallen in die Rubrik „Historische Objekte“, so „Höckerlinie Porzbachtal bei Niederschlettenbach“ und der „Weinkeller Hornbach“.

„Wir haben es geschafft, mit zahlreichen außergewöhnlichen Naturschätzen das herauszukitzeln, was wir wollten. Auffällig ist, dass der größte Teil der Projekte eine Woche vor Einsendeschluss am 31. Dezember eingereicht wurde“, so Andreas.

Mitgemacht haben nicht nur Bürger aus der Region. Einsendungen kamen aus Ludwigshafen und Düsseldorf, auch Mitglieder des Pfälzerwaldvereins, die die Region gut kennen, aber nicht hier leben, haben sich beteiligt. Aus Pirmasens wurde kein Projekt gemeldet, die meisten Naturschätze finden sich in den Regionen um Rodalben, Dahn und Fischbach.

Die Preisverleihung wird im April in einer Festveranstaltung im Biosphärenhaus stattfinden. Der erste Preis ist mit 5 000 Euro, der zweite Preis mit 3 000 und der dritte Preis mit 1 000 Euro dotiert. Der vierte bis 15. Platz wird mit je 500 Euro dotiert, alle anderen Teilnehmer werden mit einem Sachpreis belohnt.

Es ist das zweite Mal, dass die Daniel-Theysohn-Stiftung einen solchen Wettbewerb durchführt. Die Stiftung, die das Fördergebiet in seiner Standortqualität, in seinem Entwicklungspotential und in seiner Eigenart stärken soll, ist inzwischen dazu übergegangen, über die bisherige Förderpraxis hinaus zur nachhaltigen Umsetzung des Stifterwillens neben der Bezuschussung von Projekten sonstiger Träger, wie Vereine, Kirchen und Körperschaften, auch eigene Projekte zu initiieren.

Dankeskarte Grundschule MaßweilerDer 2011 ausgeschriebene Wettbewerb, der unter dem Motto „Schutz von Wildtieren im besiedelten Raum“ gestanden hat, sei ein voller Erfolg gewesen, sagt Andreas. Von den Schulen seien inzwischen die ersten Rückmeldungen eingetroffen über die erfolgreiche Umsetzung der prämierten Projekte. Den ersten Preis hatte die Integrierte Gesamtschule Thaleischweiler-Fröschen für ihr Projekt: „Schaffung von Ansiedlungsmöglichkeiten einheimischer Tierarten auf dem weitläufigen Schulgelände“ erhalten, die Grundschulen Bruchweiler und Maßweiler folgten auf dem zweiten und dritten Platz. (lh)

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