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"Pirmasenser Zeitung" vom 14.02.2017

Mit knapp 1,5 Millionen Euro Region nach vorne gebracht

Daniel-Theysohn-Stiftung hat 702 Jugendliche und 52 Projekte unterst├╝tzt

S├╝dwestpfalz. Mit knapp 1,5 Millionen Euro hat die Daniel-Theysohn-Stiftung im vergangenen Jahr viele F├Ârderprojekte und Jugendliche in der Region unterst├╝tzt.

Mit den Stiftungserl├Âsen wurden 702 Jugendliche aus den vier Holzlandgemeinden Heltersberg, Schmalenberg, Geiselberg und Waldfischbach-Burgalben, und den Gemeinden Ludwigswinkel und Fischbach mit insgesamt 810 000 Euro in ihrer Ausbildung ÔÇô dem Stifterwillen entsprechend ÔÇô gef├Ârdert. Mit 650 000 Euro unterst├╝tze die Stiftung 52 Ma├čnahmen aus dem Bereich ÔÇ×sonstige ZweckeÔÇť, die Daniel Theysohn explizit festgelegt hat: Dazu geh├Âren unter anderem der Tierschutz, die Denkmalpflege und der Heimatgedanke.

Wie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gerhard Andreas, betonte, sei es vordringliche Aufgabe der Stiftung, die Region nach vorne zu bringen, in dem sie zum einen dazu beitrage, den Bildungsstandard zu steigern, um jungen Leuten bessere Arbeitsplatz- und Aufstiegschancen zu garantieren, zum anderen Kommunen und Vereine durch Unterst├╝tzung ihrer Projekte Hilfe zur Selbsthilfe zu gew├Ąhren.

Bei allen Entscheidungen, die der Vorstand zu den einzelnen Antr├Ągen treffe, stehe immer der Stifterwille im Vordergrund, so Andreas. Dem Vorstand geh├Âren neben Andreas die langj├Ąhrige Vorstandsvorsitzende Anke F├Ârster an, au├čerdem die beiden Ortsb├╝rgermeister von Ludwigswinkel und Fischbach als ÔÇ×geboreneÔÇť Mitglieder, Bernd Fischer als langj├Ąhriger Mitarbeiter in dem von Theysohn gegr├╝ndeten Unternehmen Tehalit, Birgit Grohmann, eine Nach-Cousine des Stifters, und ihr Vater Dieter Grohmann, der dem Vorstand heute nur noch als beratendes Mitglied zur Verf├╝gung steht.

ÔÇ×Ziel ist es, mit den vorhandenen Mitteln die gr├Â├čtm├Âgliche F├Ârderung zu erzielen. Nat├╝rlich m├╝ssen wir angesichts der Niedrigzinspolitik heute genauer hinschauen. Viele Dinge, die wir in Zeiten hoher Zinsen nicht so eng gesehen haben, gehen heute nicht mehrÔÇť, erl├Ąuterte der Vorsitzende. Er verdeutlichte, dass man als private Stiftung gehalten sei, das Kapital in seinem realen Wert zu erhalten, wobei es in der heutigen Zeit immer schwerer falle, die Inflationsrate zu erwirtschaften und trotzdem noch ausreichend zu f├Ârdern.

RiedelbergZu den gef├Ârderten Ma├čnahmen des vergangenen Jahres geh├Ârt unter anderem der Bau der Sporthalle des Tischtennisclubs Riedelberg mit 42 000 Euro, mit 8 000 Euro unterst├╝tzte die Stiftung den Verein beim Grunderwerb. Mit 25 000 Euro wurde die Innenrenovierung der Rumbacher Christuskirche gef├Ârdert, die Ortsgemeinde Trulben, die f├╝r die Sanierung der Trualbhalle bereits 41 000 Euro erhalten hat, bekam noch einmal 13 000 Euro f├╝r die Anlage eines behindertengerechten Zugangs. Jeweils 10 000 Euro erhielten das Tierheim in Pirmasens zur Anlage eines Freilaufgeheges f├╝r Hunde und die Ortsgemeinde Althornbach f├╝r den Bau einer B├╝hne in ihrem neuen B├╝rgerhaus.

OrgelMit 9 000 Euro f├Ârderte die Stiftung die Restaurierung der unter Denkmalschutz stehenden Ubhaus-Orgel in Bobenthal. Anhand dieses Beispiels erl├Ąuterte Andreas noch einmal die F├Ârderrichtlinien. Eine Ma├čnahme an einer unter Denkmalschutz stehende Orgel werde selbstverst├Ąndlich unterst├╝tzt. ÔÇ×Aber offensichtlich hat jemand an zentraler Stelle erkannt, dass Orgeln von der Stiftung gef├Ârdert werden. Doch es ist nicht unsere Aufgabe, Vers├Ąumnisse aus der Vergangenheit zu ├╝bernehmen, wenn junge Orgeln ├╝ber Jahre nicht gewartet wurdenÔÇť, sagte er. ÔÇ×Auch eine Lautsprecheranlage ist nat├╝rlich nichts im Sinne des Denkmalschutzes, das ist eine, nicht dem Stifterwillen entsprechende Unterhaltungsma├čnahmeÔÇť, f├╝gte er an.

Der Tierschutz war insbesondere Ruth Theysohn ein ganz besonderes Anliegen. Aus diesem Grund erhalten die Tierschutzvereine in jedem Jahr Mittel f├╝r Futter, Medikamente und Arztkosten. Pirmasens erhielt 62 500, Waldfischbach-Burgalben 8 450, Dahn 14 000 und der Tierschutzverein Wasgau 5 100 Euro.

Ein besonderes Projekt hat die Stiftung gemeinsam mit der Heinrich-Kimmle-Stiftung realisiert: Mit 20 000 Euro unterst├╝tzte man die Anlage eines Kletterfelsens im Pausenhof der Pirminiusschule, der au├čerhalb der Pausen den Kindern mit Behinderung auch f├╝r sportliche und therapeutische Angebote zur Verf├╝gung steht.

Wie Andreas verdeutlichte, sei es der Stiftung inzwischen ein gro├čes Anliegen, mit eigenen Projekten dem Stifterwillen Rechnung zu tragen. So habe man in der Vergangenheit ├╝ber Wettbewerbe Ma├čnahmen im Sinne des Tier- und Naturschutz ins Leben rufen k├Ânnen, erfolgreich sei auch das Angebot, die blauen Reflektoren zu finanzieren, die erwiesenerma├čen die Zahl der Wildunf├Ąlle zur├╝ck gehen lassen, und erst vor wenigen Tagen habe man sich mit Vertretern der Unteren Landespflege getroffen, um dem R├╝ckgang der V├Âgel in der Region entgegenzuwirken.

Ein weiteres Projekt ist im vergangenen Jahr neu hinzugekommen. Die Stiftung f├Ârdert k├╝nftig aus den sechs genannten Gemeinden Studenten, die ein ÔÇ×Deutschland-StipendiumÔÇť erhalten haben. F├╝r sie wurde der monatliche F├Ârdersatz von 120 auf 150 Euro erh├Âht. Der Bund gibt dann noch einmal die gleiche Summe dazu.

Auch 2016 hat die Stiftung einen kleinen Teil der F├Ârdermittel zur├╝ckbehalten, um bis zum Jahresende ├╝ber eventuelle Eilantr├Ąge noch positiv entscheiden zu k├Ânnen. Was nicht ausgesch├╝ttet wurde, wird ins Folgejahr ├╝bertragen. (lh)

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