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Vögel

"Die Rheinpfalz" vom 25.04.2012

Mehr Transparenz, mehr Nutzerkomfort

LUDWIGSWINKEL: Daniel-Theysohn-Stiftung stellt neues Internetportal vor - Anträge, Termine und Infos auf einem Blick

Vorstellung der neuen Homepage Mehr Transparenz der Stiftungsarbeit, aber auch mehr Komfort für die Antragsteller. Das will der neue Internetauftritt der Daniel-Theysohn-Stiftung bieten. Seit Sonntag ist die Website am Netz.

Interessierte können auf der Homepage unter „www-daniel-theysohn-stiftung.de” künftig die Biografie des Stifters nachlesen und sich informieren, welche Bereiche die Daniel-Theysohn-Stiftung fördert - und welche nicht. Das Förderverfahren wird beschrieben und im Download-Bereich können nun Anträge heruntergeladen oder online ausgefüllt werden. „Dann aber am Ende ausdrucken und zusammen mit den benötigten Anlagen per Post zu uns schicken, damit der Antrag insgesamt vollständig ist”, betonte der Geschäftsführer der Stiftung, Gerhard Andreas, bei der Vorstellung des Internetportals am Montag im Stiftungssitz in Ludwigswinkel. Auf allen Seiten der Homepage ist rechts eine Termin- und Nachrichtenleiste verankert, wo unter anderem die Abgabetermine für die Ausbildungs- und Förderanträge benannt sind. Links und Pressemitteilungen komplettieren den Webauftritt.

„Das Stiftungshandeln hat sich in den letzten Jahren enorm verändert”, begründete Andreas die Entscheidung für die Internetpräsenz. Wurde früher eher im Stillen finanzielle Unterstützung geleistet, so treten heute viele Stiftungen ganz bewusst in die Öffentlichkeit, um ihren Beitrag an der Entwicklung der Gesellschaft und die Umsetzung des jeweiligen Stifterwillens zu dokumentieren. „Aber die Vielfalt bringt es mit sich, dass vieles nicht mehr durchschaubar, nicht mehr transparent ist”, so der Geschäftsführer weiter. „Und unter dem Deckmantel einer Stiftung passieren dann Dinge, die dann Schlagzeilen machen”, spielte er darauf an, dass möglicherweise nicht alle Körperschaften seriös arbeiten.

Diesem Vorwurf wollte sich die Daniel-Theysohn-Stiftung nicht im entferntesten aussetzen. Wurden früher auch hier Gelder noch hinter vorgehaltener Hand vergeben und war es verpönt, die Stiftung in der Berichterstattung zu nennen, so geht die Daniel-Theysohn-Stiftung inzwischen ganz offen mit ihren ausgeschütteten Fördermitteln um. Die Gelder werden seit zwei Jahren im Rahmen einer Feierstunde vergeben und bei der Einweihung von Projekten, die - wie jüngst beim Dorfgemeinschaftshaus Erlenbach - mit erheblichen Stiftungsmitteln entstanden, wird selbstbewusst auch schon mal eine Plakette überreicht mit der Bitte, diese gut sichtbar anzubringen.

Der Wunsch, die Stiftung noch mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, wird auch beim neuen Internetauftritt an einer Stelle in besonderem Maße deutlich: Neben den Anträgen können im Download-Bereich auch fertige Druckvorlagen mit dem Logo der Daniel-Theysohn-Stiftung in verschiedenen Dateiformaten und -größen heruntergeladen werden. Die sind dafür gedacht, um auf Flyern, Festschriften oder Chroniken, die durch die Stiftung gefördert wurden, unkompliziert auf diese hinweisen zu können.

Ganz bewusst flach strukturiert, mit maximal zwei Gliederungsebenen je Navigationspunkt, soll der neue Webauftritt die Stiftung und ihre Ziele übersichtlich darstellen. Die dominierende Farbe Grün steht für Natur, Jugend, Erneuerung und Harmonie, die Vogel-Silhouetten, die den Besucher auf allen Seiten im Hintergrund begleiten, symbolisieren Freiheit, Zuversicht und Hoffnung, führte Cornelia Holleck-Weithmann aus. Sie sorgte mit ihrem Büro für Design und Programmierung in Saarbrücken für die technische Umsetzung im Content-Management-System Drupal. Damit ist die Seite technisch am Puls der Zeit. Inhalte können ohne große Programmierarbeit leicht verändert und damit stets aktuellen gehalten werden. Hans-Gerhard Schehl (Fischbach) hatte im Auftrag der Stiftung den Anforderungskatalog für die neue Website formuliert. Die Inhalte steuerten die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Autorin Lili Hagen bei. (hll)

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