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49 Millionen Euro Fördergelder bearbeitet

Ludwigswinkel: Dieter Schehl als Geschäftsführer der Daniel-Theysohn-Stiftung verabschiedet.

LUDWIGSWINKEL. Mit Geschäftsführer Dieter Schehl, der am Mittwoch in einer kleinen Feierstunde offiziell verabschiedet wurde, verlässt nach 30 Jahren eine Institution die Daniel-Theysohn-Stiftung. Schehl, der den Stifter noch persönlich gekannt hat, ließ am Ende die Höhepunkte seiner Zeit bei der Stiftung noch einmal Revue passieren.

969 wurde er in den Fischbacher Gemeinderat gewählt. Als junger Beigeordneter durfte der nun 77-Jährige erleben, wie Fischbach Daniel Theysohn zum Ehrenbürger ernannte, und als Schehl 1984 Bürgermeister wurde, konnte er nur wenig später Ruth Theysohn diese Ehre erweisen. Mit dem Bau des Stiftungssitzes in Ludwigswinkel, der Ernennung der langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Anke Förster zur Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit und ihrer Auszeichnung durch Landrat Hans Jörg Duppré mit der Kreisehrenplakette in Silber nannte Schehl weitere herausragende Ereignisse.

 

„Es war mir eine Freude, dass sich mit dem damaligen Ludwigswinkler Bürgermeister Gerhard Andreas einer aus dem Vorstand gemeldet hat, der bereit war, die Nachfolge von Anke Förster als Vorsitzender im Stiftungsvorstand zu übernehmen“, sagte er. Am Ende dankte er seiner Frau Elli, die ihn in seiner Arbeit immer wieder unterstützt habe. Sein Motto in all den Jahren seines Wirkens für die Stiftung sei immer gewesen: „Arbeite so, dass die Wirkung deines Handelns im Leben vertretbar, verträglich, realistisch und wirkungsvoll ist und gehe in manchen Fällen bis an die Obergrenze des Möglichen. Unterstütze den Antragsteller, der in der Zuwendungsfrage bescheiden ist, weil er mit Wenigem glücklich und zufrieden war, als umgekehrt.“

 

Die Laudatio von Anke Förster erwies sich als eine Liebeserklärung an einen Mann, der in all den Jahren integer und ohne Eigennutz die Belange der Stiftung wahrgenommen hat. Mit einer von Sebald Liesenfeld, als Ortsbürgermeister von Ludwigswinkel geborenes Mitglied des Aufsichtsrates, zusammengestellten Dia-Show im Hintergrund erinnerte Förster an die vielen gemeinsamen Sitzungen und an außergewöhnliche Projekte, die die 1970 vom Unternehmer Daniel Theysohn ins Leben gerufene Stiftung gefördert hat.

 

1999 war der Finanzbeamte Dieter Schehl, der sich aus diesem Grund vorzeitig hatte pensionieren lassen, neben dem Altbürgermeister von Ludwigswinkel, Herbert Klar, zum zweiten Geschäftsführer der Daniel-Theysohn-Stiftung bestellt worden. Mit dem Ausscheiden Klars im Jahre 2003 – Schehl verzichtete dafür auf eine weitere Kandidatur für das Amt des Fischbacher Ortsbürgermeisters – wurde er alleiniger Geschäftsführer. Förster versäumte nicht, darauf hinzuweisen, dass Schehl den Grundstein für die heutigen Förderrichtlinien, Antragsformulare und Verwendungsnachweise gelegt hat. 49 Millionen Euro Fördergelder „sind über deinen Schreibtisch gelaufen, ohne dass am Ende auch nur ein Cent gefehlt hat“, erklärte Förster.

 

Es sei typisch für Dieter Schehl, dass er eine große Festlichkeit mit Honoratioren aus Politik und Gesellschaft zu seiner Verabschiedung abgelehnt und stattdessen mit seiner Familie und dem Stiftungsvorstand nur enge Wegbegleiter habe dabei haben wollen. Großes Aufheben um seine Person zu machen, sei nie sein Ding gewesen. „Auch Daniel mochte es nicht, wenn zu viel Wirbel um ihn gemacht wurde. Er erklärte dann: ’Hopp, macht nich so viel Ferz, ich will kä longes Gebabbel’. Insofern kommst du ihm gleich“, so Anke Förster, die gemeinsam mit ihrem Mann Peter-Klaus die Stiftung damals den gesetzlichen Grundlagen und den Wünschen Theysohns folgend mit ins Leben gerufen hat.

 

Es gelte an diesem Tag nicht nur zu loben, sondern auch zu danken für das große Engagement, mit dem Schehl die Verwaltung der Stiftung aufgebaut habe, erklärte die alte Dame von 83 Jahren. „Ohne Dieter Schehl wäre die Stiftung heute nicht das, was sie ist. Dein Tun und Handeln wird noch lange nachwirken“ sagte sie am Ende ihrer Rede und überreichte ihm eine Ehrenurkunde.

 

Um den „Dank des Vorstandes in eine äußere Form“ zu bringen, hatte Liesenfeld einen Bildband aus dem Stiftungsgeschehen mit den schönsten Bildern des Geschäftsführers zusammengestellt. Der Vorsitzende des Vorstandes, Gerhard Andreas, überraschte das Ehepaar Schehl mit einem Reisegutschein. (lh)


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